Dätzingen: Jubiläumsveranstaltung im Schloss zum 40-jährigen Bestehen des Kulturkreises Grafenau

Ein unverwechselbares Profil

Der Maltesersaal im Schloss Dätzingen war proppenvoll bei der Jubiläumsveranstaltung aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Kulturkreises Grafenau. Viele hatten nur einen Stehplatz und den im ungünstigsten Fall im Gang oder Nebenraum vor dem Saal.

„Ich bin überrascht, dass so viele gekommen sind. Wir haben deshalb offene Türen, damit draußen auch etwas gehört werden kann“, begrüßte Herbert van Dyk, seit vergangenem Jahr wieder Vorsitzender des Kulturkreises Grafenau. Dieses Amt hatte er auch schon von 2001 bis 2006 inne.

Alle sollen bei dieser Jubiläumsveranstaltung einen Einblick in den Kulturkreis bekommen, betonte er. 16 Veranstaltungen habe der Kulturkreis etwa pro Jahr, und das Niveau gebe dem Kreis ein unverwechselbares Profil.

Grüße überbrachte Bürgermeister Martin Thüringer im, wie er sagte, schönsten Wohnzimmer im Landkreis. „40 Jahre Kulturkreis sind 40 Jahre Erfolgsgeschichte“, betonte der Rathauschef. Er hoffe, dass der eine oder andere durch diese Veranstaltung Lust bekomme, künftig mitzuhelfen. Dätzingen habe das erste Schloss, das sich im Gemeindebesitz befand.

Mit Blick auf die Generalsanierung des Schlosses 2011 sagte Bürgermeister Thüringer: „Es hat sich gelohnt. Im Dachgeschoss entstand eine interessante Architektur“. Davon konnten sich die Besucher später bei einem Rundgang überzeugen.

Peter Koepf stellte den Arbeitskreis Musik vor, den eigentlich seine Frau Marion seit vielen Jahren führt. Aber seine Frau, erklärte Peter Koepf, habe nicht die Stimme, vor einer so großen Besucherzahl zu sprechen. Fünf bis sechs Konzerte veranstaltet der Arbeitskreis jedes Jahr. „Die Begeisterung dafür ist bei meiner Frau groß“, betonte Koepf und verriet, dass sie gerne Klavier spiele. „Wir finden, dass dieses Schloss hervorragend geeignet ist, sich kulturell zu betätigen“, sagte Koepf. Zarte Musik eigne sich am besten im Schloss.

Friedemann Wuttke, öfters Gast bei den Konzerten im Schloss, spielte beliebte Gitarren-Werke. Rita Graf stellte den von ihr geleiteten Arbeitskreis Ausstellung vor und auch die sechs Helferinnen.

Beschwingt ging es weiter mit dem Duo ARTango mit Jürgen Häußler am Saxofon und Thomas Ott mit dem Akkordeon. Nach Tango, Samba, Bossa Nova und Musette folgte die nächste Arbeitskreisvorstellung.

Den Arbeitskreis Theater leitet Thomas Ott. Zwei- bis dreimal im Jahr gibt es Theateraufführungen, Kabarett und Kinderveranstaltungen.

Zuletzt gab Joachim Ratz Einblicke in den von ihm geführten Arbeitskreis Heimatgeschichte. Er machte die Geschichte von Dätzingen erlebbar: über die Malteser bis zum Hause Württemberg. 15 Mitarbeiter gehören zum Arbeitskreis. „zunehmend junge Leute um die 40“, betonte Joachim Ratz.

Nach einer Pause führte Rita Graf durch die Ausstellung von Ralf Ehmann im Schlosskeller, und Joachim Ratz verriet bei einer Führung im Heimatmuseum, was es mit dem Schlossgeist auf sich hat (siehe Kommentar auf Seite 7).

Thomas Ott mit dem Akkordeon und Jürgen Häußler mit dem Saxofon begeisterten als Duo ARTango beim Jubiläumsfest zum 40-jährigen Bestehen des Kulturkreises Grafenau. Bild: Grafenau